Perfektes Sushi dank Reiskocher

Sushi ist ein gesundes und schmackhaftes Gericht aus Japan. Wer Sushi einmal probiert hat, wird schnell “süchtig”. Die Sushi Leidenschaft wird bei Normalverdienern zu einem Problem für den Geldbeutel. Dieses Problem lässt sich lösen, indem Sushi selbst zubereitet wird. Davon profitiert nicht ausschließlich die Haushaltskasse. Es macht Spaß, sich mit sämtlichen Facetten der traditionellen Zubereitung zu beschäftigen und die Zubereitung kontinuierlich zu verbessern. Nicht nur wir haben uns mit diesem Thema beschäftigt, auch in womenshealth wird von dem neuen Trend berichtet.

Perfekter Reis ist zwingend notwendig

In Japan besitzt Reis als Nahrungsmittel generell einen hohen Stellenwert. Beim Zubereiten von Sushi ist der Reis quasi heilig. Wirklich perfekten Sushi-Reis kochen nur erfahrene Meisterköche. Trotzdem ist es auch in der eigenen Küche möglich, mit etwas Mühe und viel Liebe Sushi-Reis zuzubereiten, welcher die Qualität des in Asia-Restaurants servierten Reises deutlich übersteigt. Im folgenden Beitrag wird erklärt, wie sich der perfekte Sushi-Reis mithilfe eines Reiskochers zubereiten lässt.

Reisanbau Sushireis für Reiskocher

Reis ist in Asien heilig und wird durch den Reiskocher perkekt vollendet

Die richtige Reissorte für Sushi-Reis

Wichtig zu wissen ist, dass perfekter Sushi-Reis ohne Ausnahme nur mit Rundkornreis gelingt. Dieser muss zudem speziell als Sushi-Reis auf der Verpackung deklariert sein. Diese besondere Sorte Reis wird hauptsächlich in Korea, Kalifornien und selbstverständlich in Japan, angebaut. Dass die Reissorte auch in Kalifornien kultiviert wird, liegt daran, dass sowohl Japan als auch Korea nur geringe Mengen Sushi-Reis exportieren. Deshalb musste der kontinuierlich steigenden Nachfrage nach dem besonderen Sushi-Reis auf eine andere Weise nachgekommen werden. Der im Südwesten der Vereinigten Staaten geerntete Reis hat mittlerweile eine ebenso hohe Qualität wie in Japan und Korea erreicht.

In Europa lässt sich Rundkorn-Sushi-Reis mit geläufigem Risottoreis oder Milchreis vergleichen. Obwohl es sich bei diesen beiden Sorten ebenfalls um Rundkornreis handelt, sind diese zur Zubereitung von Sushi-Reis ungeeignet. Sie besitzen nicht den notwendigen Anteil Stärke. Ein perfekter Stärkegehalt ist zwingend Voraussetzung, dass die richtig zubereiteten Reiskörner fluffig und locker zusammenkleben, ohne sämig oder matschig zu schmecken.

Übrigens: Bei Reishunger gibt es eine komplette Sushibox mit allen wichtigen und vor allem hochwertigen Zutaten. Hier kannst du sie sehen:

Hier kaufen bei Reishunger

Kochtopf oder Reiskocher für Sushi-Reis verwenden?

Sushi-Reis kann sowohl in einem konventionellen Kochtopf als auch in einem elektrischen Reiskocher zubereitet werden. In Japan besitzt jede Familie einen Reiskocher. Die Menge an Reis und Wasser wird bei diesen Geräten durch Einfüllstriche exakt vorgegeben. Sehr gute Ergebnisse lassen sich allerdings nur mit qualitativ hochwertigen Reiskochern erzielen. Es spricht also nichts dagegen, bei der Reiszubereitung ein technisches, vollautomatisches Küchengerät zu benutzen.

 

Utensilien, die zur Zubereitung von Sushi-Reis benötigt werden

  • Reiskocher
  • große Schüssel (Hangiri)
  • Holzlöffel (Shamoj)
  • Teelöffel

Zutaten pro Portion

  • 150 bis 200 g Sushi-Reis
  • 1 Tl Salz
  • 1 TL Zucker
  • 50 ml Reisessig

Perfekten Sushi-Reis in zehn Schritten zubereiten

1. Sushi-Reis vor der Zubereitung gründlich waschen

Bevor die Reiskörner im Reiskocher oder in einem Topf gegärt werden, muss der Reis unbedingt gründlich gewaschen werden. Der extrem hohe Stärkeanteil, der in Sushi-Reis enthalten ist, würde sich beim Kochen als klebrige, zähflüssige Masse bemerkbar machen. Erwünscht allerdings ist lediglich eine feine Schicht dieses Kleisters, um die Bindung zwischen den einzelnen Körnern sicherzustellen. Die überflüssige Stärke, die im Reis enthalten ist, muss durch mehrmaliges gründliches Waschen des Reises entfernt werden. Warmes oder heißes Wasser darf zum Waschen nicht verwendet werden. Stattdessen muss der Reis mit klarem, kalten Wasser gewaschen werden. Das Waschen geht am besten, wenn das Gefäß mit den Reiskörnern unter den Wasserhahn in der Spüle gestellt wird.

Dazu wird die gewünschte Menge Reiskörner in einen großen Topf oder in eine Schüssel gefüllt. Anschließend wird das Gefäß mit kaltem Wasser befüllt und die Reiskörner mit beiden Händen durchgemischt. Das trübe Wasser wird abgegossen. Dieser Vorgang muss sooft wiederholt werden, bis das Wasser absolut klar bleibt. Durch das mehrmalige Waschen wurde den Körnern allerdings nicht die komplette Stärke entzogen. Es wurde nur der Anteil entfernt, welcher beim Kochen einen Überschuss an Kleister verursachen würde.

2. Reis einweichen

Nachdem der Reis mehrmals gewaschen und das Wasser abgegossen ist, befinden sich im Gefäß nur die leicht feuchten Reiskörner. Jetzt wird die gleiche Menge Wasser zugegeben, zum Beispiel bei 200 Gramm Reis 200 ML Wasser und der Reis 30 Minuten lang eingeweicht. Nur wenn die Zubereitung ganz schnell gehen muss, darf dieser Schritt übersprungen werden.

3. Reis im Reiskocher zubereiten

Nachdem der Reis und die entsprechende Menge Wasser in den Reiskocher gefüllt wurden, übernimmt das Gerät, nach dem die Zubereitung beendet wurde, die Abschaltung vollautomatisch. Der Deckel darf während des gesamten Kochprozesses nicht abgenommen werden.

4. Reis abdämpfen lassen

Nachdem sich der Reiskocher automatisch abgeschaltet hat, muss der Behälter mit dem Sushi-Reis weitere 10 Minuten mit geschlossenem Deckel stehen. Dieser Vorgang ist wichtig, da der Reis am Ende nicht warm bzw. heiß verarbeitet werden darf! Um so öfter du also dem Reis die Möglichkeit gibst sich abzukühlen, desto schneller und besser lässt er sich verarbeiten.

5. Reis abkühlen lassen

Damit sich der Reis schnell abkühlt, wird dieser in eine große Schüssel oder in eine Form umgefüllt und großzügig verteilt. Eine japanische Holzschüssel (Hangiri) ist dazu optimal geeignet. Sie bietet den Vorteil, dass das Holz, aus dem die Schüssel gefertigt ist, überschüssige Feuchtigkeit aufnimmt. Dadurch wird die Konsistenz des Reises automatisch verbessert. Reis, der am Boden des Kochbehälters anklebt, darf zur Zubereitung von Sushi nicht verwendet werden. Er lässt sich, wenn überhaupt nur sehr schwierig verarbeiten, und bildet große Klumpen im Sushi. Besser ist es, diesen leicht angebrannten Reis während der Sushi-Zubereitung warm zu essen, um den kleinen Hunger zwischendurch zu stillen.

6. Gewürzmischung für den perfekten Sushi-Reis vorbereiten

Die klassische traditionelle Gewürzmischung für Sushi-Reis besteht aus Salz, Zucker und Reisessig. Pro Tasse Reiskörner werden in einem Topf jeweils 1 TL Salz und Zucker und 2 EL Reisessig zum Kochen gebracht. Sobald der fertige Sushi-Reis vom Reiskocher in eine Schüssel umgefüllt ist, wird die Gewürzmischung gleichmäßig über dem Reis verteilt. Alternativ darf das Würzen auch mit einem fertigen Sushi-Essig erfolgen.

7. Reis würzen

Anschließend wird die Gewürzmischung vorsichtig mit dem Reis vermischt. Dazu ist ein traditioneller, japanischer Holzlöffel (Shamoji) ideal geeignet. Das Verteilen der Mischung erfolgt durch schneidende Bewegungen. Dadurch wird erreicht, dass der Reis die Gewürzmischung besser aufnehmen kann und zudem schneller abkühlt. Beim Vermischen muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Körner weder stark zerquetscht noch anderweitig beschädigt werden. Durch beschädigte Reiskörner wird die Struktur negativ beeinträchtigt Die Mischung dient nicht nur zum Würzen. Sie besitzt zudem die Fähigkeit, die Klebeeigenschaften der Reiskörner zu optimieren. Sollte kein Shamoji vorhanden sein, kann die Gewürzmischung mit einem gewöhnlichen Holzlöffel verteilt werden.

8. Geheimzutat Kombu

Hierzulande ist Kombu noch eine Geheimzutat. Was ist Kombu? Bei Kombu handelt es sich um getrockneten, relativ harten und dicken Seetang. Dieser Seetang besitzt extrem viel Aroma und enthält darüber hinaus einen hohen Anteil Jod. Bei Umani handelt es sich um einen natürlichen Geschmacksverstärker, welcher in der Esskultur Japans eine große Bedeutung besitzt. Kombu verändert den Geschmack von Sushi-Reis sehr stark. Kombu ist deshalb eine Bereicherung für Sushi-Reis. Die Beigabe wird deshalb an dieser Stelle ausdrücklich empfohlen. Der Seetang kann in gut geführten Asia-Läden gekauft werden.

9. Reis befächern

Mit dem Deckel einer Plastikdose oder mit einem kleinen Fächer lässt sich der noch warme Reis abkühlen. Nach jedem Befächern wird der Reis mit dem Löffel bewegt und anschließend erneut befächert. Vielleicht erscheint einem diese Methode erstmal nicht so wichtig, jedoch hat dieser Vorgang in der Jahrhundert alten Tradition des Sushi Bestand. Also, wenns die Sushi-Meister machen, warum nicht auch mal selbst ausprobieren.

10. Aufbewahrung und Weiterverarbeitung

Nach dem Abkühlen ist der Reis fertig und kann zu schmackhaftem Sushi weiterverarbeitet werden. Dazu ein Tipp: Wer für die Zubereitung von Sushi etwas mehr Zeit braucht, sollte den Reis zu einem Haufen zusammenschieben und mit einem sauberen, feuchten Tuch abdecken. Unter dem feuchten Tuch bleibt die im Reis erhaltene Feuchtigkeit bis zu drei Stunden erhalten und es lassen sich damit perfekte Sushis zubereiten.

Wie muss der perfekte Sushi-Reis schmecken?

Wenn alle wesentlichen Faktoren bei der Zubereitung beachtet wurden, steht der perfekte Sushi-Reis auf dem Tisch. Er zeichnet sich durch eine besondere Konsistenz: aus: Obwohl die Körner generell keinerlei harten Stellen mehr besitzen, ist ein leichter Biss erhalten geblieben. Der perfekte Sushi-Reis ist deshalb keineswegs ein matschiger Reis. Im Mund fühlt sich der Reis angenehm weich und fluffig an. Da die einzelnen Körner leicht aneinanderkleben, lassen sie sich mit ganz wenig Druck zu stabilen Sushi-Röllchen formen.

Den perfekten Reiskocher für Sushi Reis finden

Ein Reiskocher ist ein praktischer Küchenhelfer. Mit dem Gerät lassen sich sämtliche Reissorten ohne Aufwand automatisch kochen und warmhalten. In Japan sind Reiskocher zudem mit verschiedenen Programmen ausgestattet. Diese Funktionen wird man bei in Deutschland angebotenen Geräten vergeblich suchen. Wichtige Kriterien bei der Kaufentscheidung für einen Reiskocher sind:

  • die Größe
  • integrierte Funktionen
  • Verarbeitungsqualität-Preis-Leistungs-Verhältnis

Qualitativ hochwertige Reiskocher, mit denen sich der perfekte Sushi-Reis zubereiten lässt, werden von den renommierten Markenherstellern und weiteren Unternehmen angeboten. Diese Reiskocher kommen meist aus dem asiatischen Markt und sind einem oft unbekannt. Informiere dich doch einfach bei uns über die Vielfalt der Reiskocher und bestimmt kannst du dein neues Gerät in unserer Vegleichstabelle finden. Der Preis für einen Reiskocher wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Auf den Preis wirken sich beispielsweise die in das Küchengerät integrierten Programme (Dessertzubereitung) und die verwendeten Materialien aus. Damit der Reis nicht anklebt und anbrennt, sind die meisten Produkte mit Teflon beschichtet.

Teile den Beitrag!
  • 4. August 2017